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Im Bereich der digitalen Musikdatenträger ist MP3 das tonangebende Format. Im Filmbereich – also bei den audiovisuellen Datenträgern – besetzt das verbesserte MPEG Datenformat MP4 die Spitzenposition. In MP4-Dateien können multimediale Inhalte in Form von mehreren Audio- und Videospuren sowie Untertitel, 2D-und 3D-Grafiken und Bilder abgespeichert werden. Diese Inhalte lassen sich dann mit Hilfe geeigneter Software übers Internet streamen. Die Funktionsweise von MP4 folgt dem gleichen Schema wie MP3: wenig Speicherplatz bei optimaler Qualität. Für Raubkopierer sind MP4, DIVX und die 1:1 Kopien von DVD die gängigsten Methoden zur digitalen Vervielfältigung.
Der Schaden durch illegale Downloads, durch die so genannte internetbasierte Filmpiraterie wie FTP-Server, Newsgroups und Peer-to-Peer Netzwerke wie Kazaa oder eDonkey, führte weltweit zu einem Schaden von geschätzten 6,1 Mrd. Dollar im Jahr 2005 (für MPA Firmen) [davon 38% aus Internetpiraterie, 39,6% Raubkopie, 22,4% Privatkopie]; allein im österreichischen Filmsektor wird der Schaden auf 3 Millionen Euro geschätzt.
Aber auch die Verbreitung von Hard-Copys (DVD-Rs und CD-Rs), die oft von organisierten Banden in großer Zahl hergestellt und z.B. auf Flohmärkten oder durch Straßenhändler vertrieben werden, fügt der Filmwirtschaft einen großen Schaden zu. Der Verein für Anti-Piraterie der Film-und Videobranche hat im Jahr 2005 bei Hausdurchsuchungen und Flohmarkt-Razzien rund 25.000 Raubkopien sichergestellt, was nur die Spitze des Eisbergs darstellt.
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