Schnitt  


Bereits parallel zu den Dreharbeiten beginnt der Schnittmeister (auch Cutter oder Editor genannt) mit dem Rohschnitt (also mit der ersten Zusammenstellung) des gedrehten Filmmaterials. Wenn die Dreharbeiten vorbei sind, beginnt die Hauptarbeit der Cutter: der Cutter schneidet (montiert) die Bilder in eine sinngebende Reihenfolge.  

Er bearbeitet das Bild, fertigt Grafiken und Texte, macht Musikvorschläge und fügt Soundeffekte hinzu. Ein Cutter verleiht einem Film Struktur, gibt ihm Rhythmus und legt – in Absprache mit dem Regisseur – die Chronologie der gezeigten Ereignisse fest. Die schöpferische Arbeit des Cutters ist: Auswahl, Timing und die Zusammenstellung der einzeln gedrehten Aufnahmen zu einem filmischen Ganzen. Der Cutter kann ausschließlich für den Bildschnitt verantwortlich sein oder auch für den Tonschnitt. Richtigerweise wird der Bereich Schnitt im französischen „Montage“, im englischen „Editing“ genannt und beinhaltet weit mehr, als das reine „Wegschneiden“ überflüssigen Filmmaterials. Die ständig wachsende Anzahl von Trägermaterialien (Zelluloid, Magnetband, digitale Speichermedien) und deren mögliche Vermischung erfordert eine ständige Neuorientierung und Weiterbildung der Cutter.

Dem Filmschnittmeister steht meist ein Filmschnittassistent zur Seite. Der Filmschnittassistent ist für Ordnung und Vorbereitung des gedrehten Materials verantwortlich.

Die Arbeit der Filmschnittassistenten erfordert genaueste Kenntnis der unterschiedlichsten Trägermaterialien und Schnittgeräte und die Abfolge der Entwicklungsstufen (vom Negativ zur Kopie). Wie bei Filmschnittmeister ist auch hier künstlerisches Talent, Einfühlungsvermögen und Auseinandersetzung mit dem Medium erforderlich.

„Wenn Inszenieren ein Blick ist, dann ist Schneiden ein Herzschlag.“
Jean-Luc Godard, Regisseur („Außer Atem“, „Masculin/Feminin“, „Die Verachtung“)