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Bearbeiten urheberrechtlich geschützter Werke Verwendung von Zitaten Vervielfältigung zum Schulgebrauch Wiedergabe von Filmen im Unterricht Internetauftritt von Schulen
Bearbeiten urheberrechtlich geschützter WerkeIm und außerhalb des Unterrichts ist das Bearbeiten geschützter Werke erlaubt. Dazu zählt unter anderem das Übersetzen von urheberrechtlich geschützten Texten zu Übungszwecken. Das Urheberrecht gilt erst im Falle einer Verbreitung des bearbeiteten Werkes oder Übersetzung, die nicht ohne Zustimmung des Urhebers erfolgen darf.
Verwendung von ZitatenBei Veröffentlichung von Arbeiten ist laut Urheberrecht das Zitieren aus urheberrechtlich geschützten Werken unentgeltlich gestattet. Das Zitat ist als solches zu kennzeichnen, Titel sowie Autor sind anzuführen. Schülerarbeiten, die über Homepage, Jahresbericht u.ä. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sind wahrscheinlich ein Werk im Sinn des Urheberrechtsgesetzes. Die Publikation ist somit an die Zustimmung der Schüler gebunden.
Vervielfältigung zum SchulgebrauchLehrer dürfen ohne Zustimmung des Urhebers und ohne dessen Anspruch auf Vergütung geschützter Werke für den Unterrichtsgebrauch kopieren und an die Schüler verteilen (§ 42 Abs. 6 UrhG). Die Vervielfältigung darf nur in einem für den Unterricht gerechtfertigten Umfang erfolgen (pro Schüler ein Exemplar). Nicht gestattet ist das Kopieren ganzer Bücher, einzelne Erzählungen aus einer literarischen Sammlung oder Aufsätze aus einer Fachzeitschrift dürfen zur Gänze kopiert werden. Das Urheberrecht verbietet nicht, anfallende Kopierkosten oder Unkostenbeträge bei elektronischer Vervielfältigung von Schülern einzuheben.
Ausnahmen:
- Kopieren von Musiknoten: Die Zustimmung des jeweiligen Rechtsinhabers (meistens Verlag) ist vorab in jedem Fall einzuholen.
- Kopieren aus anderen Schulbüchern: Ein Lehrer darf nicht ohne Zustimmung des Urhebers Übungsbeispiele aus einem Schulbuch kopieren, das er zwar besitzt, aber seine Klasse nicht verwendet. Das Abtippen und davon erstellte Kopien sind hingegen kein Verstoß gegen das Urheberrecht und daher gestattet.
Wiedergabe von Filmen im UnterrichtDie Wiedergabe von Filmen im Unterricht ist erlaubt, sofern ein Bezug zum Lehrplan besteht. Filmvorführungen zu reinen Unterhaltungszwecken, z.B. während Supplierungen, sind nicht erlaubt. Den Rechteinhabern steht eine angemessene Vergütung zu, die von Verwertungsgesellschaften eingehoben wird. Der Bund hat dazu für seine Schulen und einige Privatschulen eine Vereinbarung mit den Verwertungsgesellschaften abgeschlossen.
Ausnahmen:Bei Filmen, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- und Unterrichtsgebrauch bestimmt sind, ist die Zustimmung des Rechteinhabers erforderlich. Illegal hergestellte oder verbreitete Bild- oder Tonträger (Piraterie) dürfen generell nicht verwendet werden.
Homepage einer SchuleUrheberrechtlich geschützte Werke dürfen nicht einfach auf die Homepage gestellt werden. Dazu zählen:
- Texte: auch kurze Textpassagen wie Lied- oder Textzeile,
- Bilder oder Fotografien: gilt auch für Ausschnitte davon, selbst, wenn bereits die Zustimmung des Urhebers zur Veröffentlichung des ganzen Bildes eingeholt wurde.
Bildnisschutz: Die Zustimmung der Abgebildeten auf dem Foto ist erforderlich, wenn berechtigte Interessen der Abgebildeten berührt sind. Urheberrecht des Fotografen: Der Hersteller des Fotos (Fotograf, Fotostudio oder privat) muss seine Zustimmung zur Veröffentlichung des von ihm hergestellten Fotos geben. Selbst wenn die Fotos käuflich erworben sind, ist es ohne ausdrückliche Vereinbarung mit dem Fotografen nicht zulässig, die Fotos auf der Homepage, im Jahresbericht oder sonstigem zu veröffentlichen. Passbilder dürfen generell ohne Zustimmung nur zu Zwecken gebraucht werden, die üblich sind. Dazu zählt nicht die Platzierung auf der Homepage.
- Musik: betrifft in der Regel Leistungsschutzrechte der Musiker, Produzenten und Plattenlabels.
Schulen können sich im Bezug auf ihre eigene Homepage nicht auf die freie Werknutzung zu Unterrichtszwecken berufen.
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