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Der Musikproduzent ist sozusagen der Projektmanager einer Aufnahme. Er steht zwischen Musikern, Studiotechnikern und der Plattenfirma und wird manchmal auch als der „Regisseur“ einer Aufnahme bezeichnet.
In seiner Verantwortung liegt die Qualität des Endproduktes. Wie er dabei vorgeht, ob er die Aufnahme der Band und den Tontechnikern anvertraut, oder ob er an den Songs mittüftelt, arrangiert und dabei versucht, das Beste aus jedem einzelnen Musiker herauszuholen und jedem Titel ein Maximum an Ausdruck zu geben, ist seine Sache. Nach der Aufnahme hört der Produzent sich den Track immer und immer wieder an. Gemeinsam mit dem Tontechniker feilt er so lange daran, bis der Track perfekt ist. Die Aufnahme im Tonstudio steht am Anfang jeder Produktion. Der Tontechniker nimmt die einzelnen, in akustisch getrennten Räumen spielenden Instrumente und Vokalinterpretationen auf Einzelspuren auf und mischt sie danach am Mischpult zusammen. Den Vokal- oder Gesangsaufnahmen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Sie beanspruchen im Tonstudio oft die meiste Zeit. Der Tontechniker bearbeitet den Klang der Aufnahme und fügt bei Bedarf spezielle Effekte hinzu. Der Mastering Ingenieur prüft die Aufnahme im Anschluss daran und optimiert sie, wobei er die Abhörsituation der Endkonsumenten berücksichtigt.
Ein feines Gehör, Gespür für Musik, technisches Verständnis, eine fundierte elektrotechnische Ausbildung als Tontechniker, keine Scheu vor EDV und die Bereitschaft, sich in einem sich schnell ändernden Bereich ständig weiterzubilden, sind Voraussetzung für diesen Beruf.
Steve Lillywhite, ehem. Produzent, derzeit Geschäftsführer von Mercury Records UK (auf seiner Erfolgsliste stehen U2, Talking Heads, Morissey und The Rolling Stones): „Es geht nur in Zusammenarbeit mit dem Künstler. Wir diskutieren alles durch und argumentieren, und es geht vor und wieder zurück, und am Ende des Tages sage ich: Das ist euer Album!“
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