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Was wäre eine Comicverfilmung ohne Superheldenkostüme oder ein Western ohne Cowboy-Outfits? Damit die Charaktere eines Drehbuchs auch glaubwürdig aussehen, bedarf es des Geschicks eines Kostümbildners. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den Bereichen Kostümbild und Garderobe. Der Kostümbildner entwirft die Kostüme der Darsteller.
Der Garderobier hingegen betreut die Darsteller in den Kostümen am Drehort und sorgt für die „Anschlüsse“ (also dafür, dass in aufeinander folgenden Szenen auch das jeweils richtige Kostüm verwendet wird). Ausgangspunkt für die Arbeit eines Kostümbildners ist die Recherche des relevanten Bildmaterials zu den jeweiligen Themen. Ausgehend von diesen Bildern entwickelt der Kostümbildner seine eigenen Entwürfe. Kenntnis der Modegeschichte und zeitgenössischer Trends sind die Voraussetzung für diese Arbeit, die durch die Präsentation der eigenen Ideen fortgesetzt wird. Für die Präsentation ist es hilfreich Zeichen- und Maltechniken zu beherrschen und eine gewisse Grundkenntnis von Textil- und Nähtechniken mitzubringen.
Neben dem handwerklichen Können ist ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit für die Zusammenarbeit sowohl mit den anderen kreativen Mitarbeitern als auch mit den Schauspielern gefragt. Gelungenes „costume design" ist immer das Ergebnis einer erfolgreichen Teamarbeit, gleichermaßen zwischen Künstlern und Handwerkern wie zwischen Zulieferern und Auftraggebern.
Theater, Film und Fernsehen sind die wesentlichen Branchen, in denen Kostümbildner tätig sind. Es gibt keine klassische Berufsausbildung, deshalb verlaufen Karrieren ganz unterschiedlich: ein künstlerisches Studium ist eine Startmöglichkeit; wer seinen Schwerpunkt eher auf handwerkliche Fertigkeiten legt, wird eine einschlägige berufsbildende höhere Schule vorziehen. Die unmittelbar praxisrelevante Ausbildung findet jedoch nur durch „training on the job" statt, Praktika sind ein empfehlenswerter Einstieg.
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