|
Komponisten und Textautoren beherrschen die Sprache der Musik bzw. der Lyrik und setzen mit ihrer Hilfe Ideen schöpferisch um. Hervorragende Musikalität, Gefühl für Sprache und eine kreative Ader sind wohl die wesentlichsten Voraussetzungen für diese Berufe.
Komponisten komponieren neue Musikstücke oder arrangieren und orchestrieren bestehende Musikstücke für bestimmte Zwecke, sei es im klassischen Bereich, im Bereich der neuen Musik, in Jazz und Pop, für Filme oder Werbung. Der Komponist holt seine Anregungen aus verschiedenen Lebensbereichen, der Literatur, der Kunst, der Natur, oder er nimmt den Text des Textautors als Basis für seine Arbeit. Manche Songwriter komponieren und texten alles selbst, manchmal erarbeiten aber auch Komponist, Textautor und Interpreten die Musikstücke gemeinsam. Ein fundiertes Wissen über Kompositionstechniken, Satztechniken, Harmonie- und Formenlehre ist das Werkzeug des Komponisten. Die Arbeit mit digitalen Sounddateien am Computer wird für viele Komponisten immer bedeutender. Komponisten finden Einsatzbereiche in Opernhäusern, bei Musikverlagen, bei Film, Fernsehen und Rundfunk. Aber auch in der Werbung wird die professionelle musikalische Umsetzung von Ideen und Botschaften gebraucht. Im theoretischen Bereich können Komponisten auch als Musikkritiker, als Fachjournalisten oder als Musiklehrer tätig sein.
Wer als Textautor arbeitet, braucht nicht nur ein besonderes lyrisches Talent, sondern auch einen Sinn für das Zusammenspiel von Wort und Musik sowie für die Rhythmik eines Textes. Ein offenes Ohr für die Sprache und die Trends einer Zielgruppe helfen, mit den Texten ins Schwarze zu treffen und verstanden zu werden.
Christof Straub, Komponist (Papermoon): „Mein Hauptprojekt seit 1992 ist Papermoon. In einem kleinen Land wie Österreich ist es für einen Musiker kaum möglich, eine ordentliche Existenz aufzubauen. In den letzten 12 Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Anteil des Urhebers am meisten zum Einkommen beiträgt. Dieser macht ca. ein Drittel, wenn nicht mehr meines Einkommens aus. Wenn dieses Einkommen wegfallen würde, müsste ich meinen Beruf wechseln.“
Steve Harley, Sänger und Songwriter: „In den frühen 70ern gehörte es einfach dazu, dass man Songs schrieb, man hatte gar keine andere Wahl. Heute kann man natürlich einen Synthesizer für ein paar hundert ,Mäuse’ kaufen, ihn in seinem Schlafzimmer aufstellen, ein paar Samples zusammenstellen und einen Rap schreiben.“
|