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Vor allem in den letzten eineinhalb Jahrzehnten haben sich weltweit Filmfestivals als eine Art „Parallelmarkt“ für Filme aller Art entwickelt.
Nicht nur die großen Festivals (z. B. Sundance im Jänner, Berlin im Februar, Cannes im Mai, Venedig im August/September), sondern vor allem die zahlreichen kleineren Filmfestivals (in Österreich z.B. Viennale, Diagonale) garantieren zwar keinen nachfolgenden „regulären“ Kinoeinsatz im jeweiligen Land, aber zusammengenommen (manche Filme bringen es auf über 40 Festivaleinladungen pro Jahr oder sogar mehr) ergeben sie eine ansehnliche Plattform für Filme, die im kommerziellen Kino- und Vetriebsgefüge gar keinen Platz hätten.
Viele Regisseure, die heute auch – in ihrem Rahmen jedenfalls – kommerziell erfolgreich sind, sind durch Filmfestivals groß geworden und werden seither immer wieder eingeladen, ihre neuesten Filme zu zeigen. Zu den bekanntesten zählen Wong Kar-wai, Lars von Trier, Aki Kaurismäki, Mike Leigh, Olivier Assayas, Takeshi Kitano, Ang Lee, um nur einige zu nennen, aber auch die Österreicher Michael Haneke und Ulrich Seidl. Viele amerikanische Regisseure, die mit „unabhängigen“ Filmen begonnen haben, mit kleinen Budgets außerhalb der großen Industrie gearbeitet haben, haben über ihre Festivalerfolge den Sprung nach Hollywood geschafft: dazu gehören Gus Van Sant, Steven Soderbergh, James Mangold, Robert Rodriguez oder Spike Lee.
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