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Film ist ein Medium das zu faszinieren vermag: beeindruckende Geschichten, große Emotionen, tolle Bilder, schillernde Stars und glanzvolle Premieren ziehen viele von uns regelmäßig in ihren Bann. Von der Idee zur Kinopremiere auf der Leinwand ist es allerdings ein weiter Weg, an dem viele Menschen beteiligt sind.
Im Folgenden kann deswegen auch nur ein Überblick über diesen meist mehrere Jahre dauernden Prozess gewährt werden. Egal, ob für einen Hollywood Blockbuster wie „Star Wars“ oder für einen Kunst-Film wie „Alles über meine Mutter“, am Anfang steht eine Idee. Diese Idee kann ihren Ursprung im persönlichen Umfeld, in einer Zeitungsmeldung, in einem literarischen Werk oder in anderen Filmen haben.
Wie sie zustande kommt, spielt eigentlich auch keine Rolle, solange sie nicht in ihrer Gesamtheit aus bereits existierenden (geschützten) Werken gestohlen wird. Aus der Idee entwickelt der zukünftige Drehbuchautor eine fiktive (erfundene) Geschichte mit handelnden Charakteren: das Drehbuch.
Um dieses Drehbuch umsetzen zu können, bedarf ein Autor der Dienste eines Produzenten (und dieser der Hilfe eines Regisseurs). Der Filmproduzent ist jene Person, die den Weg vom Drehbuch zum fertigen Film organisiert. Der Autor verfasst zumeist ein zwei- bis fünfseitiges Exposé, das die wichtigsten Handlungsabläufe und Konflikte zusammenfasst. Oft verfassen Autoren auch ein so genanntes Treatment (also eine szenisch aufgelöste, genauere Beschreibung der Handlung), da ein Treatment den Rhythmus und die Atmosphäre des Films besser verdeutlicht. Gerade in dieser Phase ist für viele Autoren professionelles Feedback wichtig. Oft werden Dramaturgen oder Script Consultants herangezogen, die den Drehbuchautoren bei der Überarbeitung der Geschichte helfen.
Die meisten Produzenten und auch Fernsehanstalten beschäftigen Lektoren, die einen ersten Blick auf die angebotenen Stoffe werfen. Diese beurteilen die Werke nach verschiedensten Kriterien:
- Ob sie zur jeweiligen Produktionsfirma passen: Bevor ein Autor ein Treatment anbietet, sollte er überlegen, welche Produktionsfirma am geeignetsten erscheint. Üblich ist es, sein Drehbuch oder Treatment exklusiv einem Produzenten anzubieten und erst, wenn dieser es ablehnt, dem nächsten zu schicken.
- Ob die Dramaturgie stimmt: Die meisten Genrefilme funktionieren nach relativ strengen dramaturgischen Regeln wie der Drei-Akt-Struktur. Auch für Autoren von cineastischen Meisterwerken zahlt es sich aus, diese Regeln, die großteils auf denen der griechischen Tragödie basieren, zu kennen, denn nur dann kann man sich bewusst über sie hinwegsetzen.
- Ob sich der fertige Film gut verkaufen könnte: Dieser Aspekt darf nicht unterschätzt werden, schließlich muss der Produzent mit dem Produkt Geld verdienen, nicht nur durch die Einnahmen an der Kinokasse, sondern auch durch Fernsehausstrahlungen, DVD-Veröffentlichung usw.
Grafik: Vom Drehbuch zum Film - vom Film zum Zuschauer
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