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Der Vertrieb von Tonträgern ist mit relativ hohem Kosten- und Logistikaufwand verbunden, denn es müssen Lager, Transport- und Versandsysteme, die Bestandsaufnahme und der Außendienst unterhalten werden.
Die großen internationalen Plattenlabels (Major Labels) verfügen über ein eigenes Vertriebsnetz, vom Presswerk bis zur Auslieferung an den Tonträgerhandel.
Viele kleinere Plattenlabels (Independent Labels) arbeiten mit den großen Plattenfirmen zusammen und nutzen deren Vertriebssysteme. Andere kleine Labels greifen auf unabhängige Vertriebsfirmen zurück. Diese sind durch ihre Flexibilität oft sehr gut für alle Arten spezieller Musik geeignet, da die Nischenmärkte für große Plattenfirmen zu klein sind. Die unabhängigen Vertriebe verfügen meist über intensive Kontakte zu jenen Händlern, die auf Nischenrepertoire spezialisiert sind.
Herstellung der TonträgerDie physische Herstellung der Tonträger wird von den Labels in der Regel nicht selbst betrieben, sondern an die weltweit mehr als 200 CD-Fertigungswerke vergeben. Der am weitesten verbreitete Tonträger ist die CD. Die großen Musikfirmen besitzen ihre eigenen CD-Presswerke.

Es gibt unterschiedliche Tonträgerarten, die vertrieben werden:
- Audio-CD: Die Massenvervielfältigung des Aufnahme-Masters erfolgt in CD-Presswerken. In Salzburg befindet sich mit Sony DADC eines der größten Presswerke Europas.
- MC: Die analoge Musikkassette trägt ebenso wie die Vinyl-LP kaum mehr zum Gesamtmarkt bei.
- Vinyl: Die Vinyl-LP konnte sich in einem Nischenmarkt festigen (DJs, Dance-Repertoire)
- DVD: Die Musik-DVD hat seit Beginn des Jahrhunderts stark an Bedeutung gewonnen.
- Online- und Mobile-Musik: Für Downloads und Streams werden Tracks in komprimierte Formate für die Übertragung im Internet und über mobile Netzwerke verschlüsselt. Teilweise werden dafür eigene Versionen hergestellt (z.B. Klingeltöne, Ringback-Tones).
Der VertriebDie Aufgabe des Vertriebs ist es, die Präsenz des Produktes im Handel landesweit sicher zu stellen. Dazu werden die Händler durch Vertriebsaußendienst und Telefonvertrieb regelmäßig betreut. Neu hinzugekommen ist der digitale Vertrieb von Musik über Online-Musikshops (Downloads) und Streaming-Angebote im Internet sowie über verschiedene mobile Angebote (von Klingeltönen bis zum vollen Titel-Download auf das Handy).
Es gibt unterschiedliche Vertriebsmöglichkeiten:
- über Großbetriebsformen: das sind Megastores, Filialbetriebe und Elektromärkte; ihr Marktanteil lag 2006 bei 64%;
- über Facheinzelhandel: der Marktanteil lag 2006 bei 8%;
- über Direct Mails: Club- und Mailorder, Versandhäuser, Club-Center, Kataloganbieter; der Marktanteil lag 2006 bei 12%;
- durch E-Commerce: der Verkauf von CDs und DVDs über das Internet hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, der Marktanteil lag 2006 bei 8%;
- über sonstige Einkaufsstätten: Postfilialen, Lebensmittelhandel u.ä.; der Marktanteil betrug im Jahr 2006 rund 8%.
- über digitale Vertriebswege: Internet und mobile Netzwerke; der Marktanteil betrug im 1. Halbjahr 2006 rund 5%.

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