Ludwig Hirsch
Foto: Universal Music Austria |
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Musik gibt es, seit es Menschen gibt, sie ist seit jeher Bestandteil des Menschseins. Rhythmus, Harmonie und Melodie lösen Emotionen aus und können uns Menschen in ihren Bann ziehen. Musik berührt Geist und Seele,sie wühlt uns auf und beruhigt uns.
Was Worte alleine nicht sagen können, bringt seit jeher die Musik zum Ausdruck: große Freude,unfassbare Trauer, Siegestaumel und Liebesschmerz. Bedeutende Momente und große Gefühle in unserem Leben werden von Musik begleitet. Für viele Menschen sind Erinnerungen untrennbar mit Musik verbunden: Kinderlieder, die erste selbst gekaufte Single, ein schöner Urlaub mit Freunden, die erste Liebe, eine Hochzeit oder ein tolles Konzert. Vor allem auch für Schüler ist Musik Unterhaltung, ein wichtiger Bestandteil in der Freizeit und für viele auch Ausdruck ihrer Lebensphilosophie.
Für Österreich und seine Stellung in der Welt hat Musik seit Jahrhunderten große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Oper, Operette und klassische Musik begeistern und begleiten unverändert das Leben sehr vieler Menschen aller Altersgruppen, ob am Stehplatz oder in der Festloge. Mozart, Schubert, die Wiener Philharmoniker und das Neujahrskonzert sind untrennbar mit unserem Land verbunden.
Musik ist heute aber den Festen, den Ball-und Konzertsälen, den Kirchen und den Hausmusik-Abenden entwachsen und hat das tägliche Leben erobert. Sie ist durch Radio, CD-und MP3-Player, Fernsehen und Internet allgegenwärtig und überall abrufbar. Sie dient nicht nur zur Untermalung. Sie hilft Menschen bei der Einordnung ihres Gegenübers und ist somit ein wichtiges Werkzeug der nonverbalen Kommunikation: „Sage mir, was du hörst, und ich sage dir, wer du bist.“
Musik hat deshalb besonders bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Wer „in“ ist, der weiß auch, wer die Charts anführt und welche Gruppen und welcher Musikstil gerade im Trend liegen. Der Musikgeschmack ist allerdings weit gestreut und beschränkt sich bei weitem nicht auf diese Musikrichtungen und auch nicht nur auf Stars der Gegenwart. Surfer und Snowboarder haben ihre eigene Musik ebenso wie die Hörer von Popsendern und die Zuseher von Viva, MTV oder GoTV.
Die Studie „Jugend online 2003 “ des Instituts Fessel-GfK zeigt, dass 43% der Jugendlichen am liebsten Pop-und Rockmusik hören. Der einzige „mehrheitsfähige“ Musikstar, auf den immerhin fast zwei Drittel (64%) der Jugendlichen 2003 geschlossen „abgefahren“ sind, ist Robbie Williams. Mit einigem Abstand fand fast die Hälfte (47%) auch Eminem gut, und zwar – im Gegensatz zu „Robbie“ – auch wegen seiner Texte.
Unter den fünf beliebtesten Superstars im Jahr 2003 finden sich aber immerhin auch drei, die keine Neuaufnahmen mehr publizieren, da sie nicht mehr leben oder als Band/Gruppe nicht mehr existieren: Nirvana (38%), The Beatles (37%) und Bob Marley (29%). Quelle: Jugend Online 2003. Stichprobe: n=1.000 Jugendliche mit Internetzugang im Alter von 14 bis 24 Jahren Erhebungszeitraum: 22.04.– 16.06.2003
Das Interesse und die Reaktionen, die Musik hervorruft, werden in verschiedensten Bereichen genutzt: um Kinder in den Schlaf zu wiegen, um Freude bei Siegen im Sport auszudrücken oder um die Spannung in einem Film bei den Zusehern zu steigern. Auch im Gesundheitsbereich wird Musik eingesetzt. Eigens ausgebildete Therapeuten nützen ihre Wirkung im Rahmen der Musiktherapie. Musik wird aber auch genutzt, um Produkten in der Werbung eine Identität zu geben oder um unsere Kauflust in Geschäften anzuregen. Sie ist auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein wesentlicher Faktor unserer Gesellschaft.
Die Kreativität, die dem Entstehen von Musik zu Grunde liegt, fordert Talent, Konzentration, Einsatz, Arbeit sowie Freude an der Musik und der Komposition. Nicht zufällig werden Komponisten aus vergangenen Jahrhunderten verehrt, ist Elvis immer noch für viele ein Idol – oft kopiert und doch nicht erreicht – und sind Madonna, Robbie, Britney oder Bon Jovi Idole für viele Jugendliche. Musiker und auch alle anderen Künstler schaffen ein Produkt, das sowohl einen ideellen,durchaus aber auch einen finanziellen Wert hat.
Es ist "Geistiges Eigentum".
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