Filmwirtschaft im Wandel (Digitalisierung und neue Verwertungsplattformen)

Die Entwicklung der digitalen Medien hat auch die Filmwirtschaft verändert. Filesharing, Videopiraterie, DVD-Raubkopien, Handy-TV etc. stellen die Film-Branche im 21.Jahrhundert laufend vor neue Herausforderungen.

Neue Kopierschutzmaßnahmen – insbesondere die digitale Rechteverwaltung, das so genannte Digital Right Management (DRM) – werden bestimmen, welche Abspielgeräte die neuen Medien wiedergeben dürfen (Blueray-Disc, HD-DVD etc.). Bislang waren Technologien und Dienste jedoch vielfach nicht konvergent. Die Filmindustrie hat jedoch gelernt, deswegen ist davon auszugehen, dass sich die kommenden DRM-basierenden Kopierschutzmaßnahmen nicht so leicht ausheben lassen werden.

Auch in der EU denkt man unter dem Titel „Film Online“ schon konkret einerseits über urheberrechtliche Maßnahmen zur Pirateriebekämpfung, neue, legale Filmangebote, (Stichwort: digitale Filmbibliotheken) und einen erleichterten, leistbaren Rechteerwerb nach.

Inzwischen gibt es bei der Musik genügend legale Angebote; beim Film befinden sich legale Internetbörsen (Video on Demand-Dienste u.dgl.) in rapider Entwicklung, sind aber durch die noch nicht so weit entwickelten Breitbandnetze nicht so leicht verfügbar wie im Musik-Onlinebereich.

Der Filmverkauf via Internet kommt allerdings ins Rollen – nahezu wöchentlich werden weltweit v.a in den USA neue Dienste entwickelt und Downloadmöglichkeiten angeboten. Vor allem die Major Studios der Hollywood Filmindustrie unterstützen diese Verkaufsplattformen – teilweise mit zeitgleichem DVD-/Internet-Release mit dem Kinostart: in Österreich z.B. die Plattform In2Movies www.in2movies.at

Rechtliche Grundlagen

Wie Musik, Filme, Texte, Photographien und andere künstlerische Werke geschützt sind, wird in diesem Kapitel behandelt. Das Geistige Eigentum schützt die vermögens- und die persönlichkeitsrechtlichen Interessen der Kreativen.