|
Wichtige Fachbegriffe von A-Z.
A - D E - N O - S T - Z
Album Tonträger, auf dem im Gegensatz zu einer Single mehrere Stücke eines Komponisten, eines Interpreten, einer Musikgruppe oder auch zu einem Thema zusammengestellt sind. Entsprechend den Chart-Richtlinien gilt ein Tonträger als Album, wenn er entweder mindestens vier verschiedene Stücke beinhaltet oder eine Spielzeit von mehr als 20 Minuten hat.
Architekt Entwickelt, baut Filmdekorationen, ist auch verantwortlich für Locationsuche und deren Adaptierung
A&R Abkürzung für „Artist & Repertoire“; Mitarbeiter eines Labels, der neue Musikstile und neue Künstler sucht und anwirbt. -> Repertoire
Audio-Kassette Musikkassette, auch Tape genannt, eigentl. Compact Cassette. Elektromagnetisches Band.
Audiovisuelle Formate Allgemeine Bezeichnung für ein technisches Medium zur Speicherung von Musik bzw. Sprache verbunden mit Bildern. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher analoger und digitaler Bildtonträger, wozu insb. Videobänder (VHS) und Musik-DVDs zählen. Das wichtigste audiovisuelle Format der Gegenwart ist DVD-Video (auch kurz -> DVD genannt).
Aufnahmeleiter Verantwortlich für den organisatorischen Ablauf während des Drehs (am Set)
Aufnahmeleiterassistent/in Mitarbeiter des Aufnahmeleiters; vor allem in Organisation und Kontrolle
Außendreh Dreh an einer Location oder Motiv
Ausstatter Sorgt für Ausstattung der Drehorte nach Buch, Regie und Architekt
Bandübernahmevertrag In einem Bandübernahmevertrag überträgt ein Künstler, der die Musikaufnahme auf eigene Kosten produziert hat, einem Label die Verwertungsrechte an dieser Aufnahme und erhält dafür eine finanzielle Abgeltung, zumeist in Form einer Umsatzbeteiligung.
Beam Digitaler Projektor
Belegkopien Kopien in jeglichem Format für Beleg-, Archivierungszwecke
Beleuchter Im Lichtteam; Aufstellen, Betreuen von Scheinwerfern, Aggregaten nach Angabe des Oberbeleuchters
Bit-Rate Legt die maximale Kompression fest, die für die Kodierung benötgit wird.
BKA Bundeskanzleramt: Förderungen für Kunst
Blue Box Auch Green Box; vor blauem (grünem) Hintergrund wird ein Objekt aufgenommen. Der blaue/grüne Hintergrund kann elektronisch durch ein anderes Bild ersetzt werden (Beispiel: Mensch vor Blau, Blau wird durch Meer ersetzt, Mensch steht dann vor dem Meer).
Blockbuster Bezeichnung für einen besonders erfolgreichen Spielfilm; um Blockbuster zu werden, muss ein Film mindestens 70 Millionen Euro einspielen.
Bobby Plastikkern, auf dem das Filmmaterial vom Hersteller des Rohmaterials aufgespult wird (in der Filmbreite 35 mm/16 mm)
Bruttoinlandsprodukt (BIP) Maß für die wirtschaftliche Leistung eines Landes. Das BIP gibt alle neu zur Verfügung stehenden Güter- und Dienstleistungen zu ihren Marktpreisen an, die im Inland innerhalb einer definierten Periode von In- und Ausländern hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.
Budget Der vorhandene, in der Kalkulation errechnete Kostenrahmen, in dem zu produzieren bzw. zu verwerten ist
Bühne Mitarbeiter der Kamera; aufstellen und bedienen von Schienenwägen/Kränen; hilft am Set nach Angaben der Kamera
Buy Out Ankauf von Urheber- oder Leistungsverwertungsrechten nach Einsatzgebieten bzw. Laufzeit des Films
Casting Schauspielerauswahl anhand von Probeszenen
Catering Versorgung des Teams beim Dreh mit Essen/Getränken
CD Abkürzung für Compact Disc; optischer Massenspeicher für Musik
CD-R Abkürzung für Compact Disc Recordable. Beschreibbare CD für das Brennen von Daten (Speicherkapazität von ca. 74 Minuten Musik oder 650 MB Daten).
CD-Rom Abkürzung für Compact Disc Read Only Memory. Optischer Massenspeicher für die dauerhafte Speicherung von digitalen Daten.
CD-RW Abkürzung für Compact Disc ReWritable. Optischer Massenspeicher, der bis zu 1.000mal neu beschrieben werden kann.
Charts Engl. für Hitparade. Eine Bestenliste der im Wertungszeitraum (in der Regel eine Woche)meistverkauften Musiktitel („Hits“). Charts werden regelmäßig in mehreren Kategorien erhoben. In Österreich: Singles-, Longplay-, Compilation- und Musik-DVD-Charts.
Cineast Bezeichnet primär einen an Filmen interessierten Menschen, der sich, im Gegensatz zu den reinen Filmkonsumenten, Kinogängern und Videoliebhabern, auch für den Filmdiskurs (z. B. Filmkultur, künstlerische Aspekte der Filmgestaltung, Geschichte des Films etc.) interessiert.
Client-Server-Prinzip Ein Nutzer greift auf einen zentralen Rechner zu. Gegenteil von P2P-Netzwerken.
Completion Bond Fertigstellungsversicherung; Versicherung für die Geldgeber, dass der Film auch wirklich in der vereinbarten Form hergestellt und fertiggestellt wird
Computervirus Eine nicht selbstständige Programmroutine, die sich selbst reproduziert, indem sie sich an andere Computerprogramme oder Bereiche des Betriebssystems anhängt. Viren beeinträchtigen die Computersicherheit und sind schädliche Programme.
Copyright Angloamerikanische Bezeichnung für das Immaterialgüterrecht („Geistiges Eigentum“). Es ist dem deutschen Urheberrecht ähnlich, unterscheidet sich aber in wesentlichen Punkten: Während das Urheberrecht den Urheber als Schöpfer und seine ideelle Beziehung zum Werk in den Mittelpunkt stellt, betont das Copyright den ökonomischen Aspekt. Es dient vor allem dazu, die wirtschaftliche Investition zu schützen.
Creative Commons Ist eine Non-Profit-Organisation, die in Form von vorgefertigten Lizenzverträgen einen alternativen Rahmen für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet. Jede Creative Commons Lizenz erlaubt das Kopieren, Verteilen und Benutzen eines Werkes, solange die vom Urheber festgesetzten Bedingungen eingehalten werden.
Cutter Editor/Schnittmeister; verantwortlich für Bild- und Tonschnitt nach Angaben von Drehbuch, Script, Regie; Vorbereitung und Kontrolle der Mischung; Erstellung von Negativschnitt- und Musiklisten; sorgt für den dramaturgisch richtigen Schnitt und Schnittrhythmus
Decoder Programm zur Konvertierung von MP3-Dateien in ein anderes Format (meist WAV). Gegenstück zum -> Encoder.
Dialer Dt. Einwahlprogramme, mit deren Hilfe über das analoge Telefon- oder das ISDN-Netz eine Verbindung zum Internet oder zu anderen Computernetzwerken aufgebaut werden kann.
Digital Effects Alle Arten von digital erzeugten Effekten, die ein Bild kreieren, ersetzen oder verändern
Dispo Zeitlich, schriftliche Organisation eines Tagesablaufs für das Team
DAT Aufnahmesystem für Tonaufnahmen beim Dreh
Diagonale Jährliches Filmfestival in Graz mit Schwerpunkt neuer österr. Film
Digital Intermed Digital gespeicherte Bildendfassung des Films, von dem ein Negativ oder Zeitnegativ (Film) hergestellt wird (FAZ)
Director’s Cut Schnittversion des endgültigen Films durch den Regisseur; kann noch durch Auftraggeber/Produzenten verändert werden
Doku Gestalteter Film, der ein Thema dokumentiert (z. B. Universum)
Dolby Form eines digitalen Filmtons mit mehreren Tonkanälen; siehe Lichtton
Dolly Kamerakran, hydraulisch oder mechanisch, um die Kamera in größere Höhen zu führen
DOP Director of Photography; siehe Kameramann/Schwenker
Downloaden Übertragung einer Datei über ein Netzwerk (z. B. Internet, Mobilfunknetz). Ausgehend von einem PC, einem Server, einer Website etc. wird eine Datei auf einen lokalen PC oder ein sonstiges Endgerät (z. B. Mobiltelefon) übertragen und dort gespeichert. Die Datei kann typischerweise erst nach Abschluss der Übertragung der gesamten Datei konsumiert werden.
Drehbuch Wird vom Autor, einem der gesetzl. Haupturheber des Filmwerks erstellt; beinhaltet eine Bildbeschreibung in Szenen und Dialogen der Darsteller (etwa pro Minute Film eine Seite)
Drehplan Zeitlicher Ablaufplan der gesamten Dreharbeiten; bereits geordnet nach Szenen
DVD Abkürzung für Digital Versatile Disc (engl. für digitale, vielseitige Scheibe). Ein Speichermedium, das wie eine CD aussieht, aber über eine deutlich höhere Speicherkapazität (im Durchschnitt zwischen 4,7 und 8,5 GB) verfügt und vielfältig nutzbar ist. Digitale, komprimierte Filmkopie auf Disc; löst VHS ab.
DVD-Audio Eine DVD-Variante, die zur Wiedergabe von Musik dient. Eine Weiterentwicklung der Audio-CD.
DVD-Video Technische Spezifikation zur Speicherung von Videos auf einem DVD-Datenträger. Die DVD-Video ist die bekannteste DVD-Variante, weshalb der Volksmund sie unpräzise als DVD bezeichnet.
Einsatzkopie(n) Filmkopien 35 mm für den Kinoeinsatz
Einstellung Aufteilung der Szenen in einzelne Schnittsequenzen
Encoder Programm zur Komprimierung digitaler Audio-Daten in ein anderes Format. Oft werden WAV-Files in das MP3-Format umgewandelt. Gegenstück zum Decoder.
Exposé Zwischenphase in der Drehbuchentwicklung zwischen Idee und Treatment (ca. 5-10 Seiten)
Fahrt Kamerabewegung mit Schienenwagen
FAZ Filmische Aufzeichnung; entweder Basisaufnahme Film oder Rückspielung von Video auf Film
Fernsehfilm Filme, die primär für den Bedarf von Fernsehanstalten hergestellt werden; sie werden meist im Kino "nachgespielt"
FFW Förderungseinrichtung des Landes Wien; ebensolche Fördereinrichtungen bestehen in den meisten anderen Bundesländern (z. B. Cine Tyrol)
Filesharing Begriff für den Vorgang, Dateien über das Internet zum Kopieren anzubieten und im Gegenzug andere Dateien herunterzuladen. Funktionsprinzip von Internet-basierten Dateitauschbörsen.
Finanzierung Aufbringung der Gesamtkosten des Filmprojektes (Eigenmittel der Filmproduktion, Koproduzenten, Förderungen, Beteiligung von Fernsehanstalten, Filmverleihern etc.)
Filmakademie Institut „Filmakademie Wien“ an der Universität f. Musik & Darstellende Kunst in Wien
Filmarchiv Archiv zur Sammlung österr. Filme (Wien/Laxenburg)
Filmgeschäftsführer Verantwortlich für steuer- und sozialrechtliche Korrektheit, Kassaführung, Verrechnung und abschließende Kostenrechnung
Filmklub Privater Klub mit speziellen Filminteressen (Kameraklub, ausländische Spezialproduktionen, spezielle Ästhetik etc.)
Filmmuseum Österreichisches Institut zur Sammlung und Aufführung international bedeutender Filme jeder Art (Wien)
Filmversicherung Meist eine Bündelversicherung, bei der Geräte, Negativ, Ausfall etc. versichert werden
Förderung Staatliche oder regionale Unterstützung für die Herstellung und Verwertung von Filmen
Fps Frames (Bilder) per second; Bildaufnahmegeschwindigkeit für Filmkameras; üblicherweise werden 25 Bilder pro Sekunde belichtet ebenso wie projiziert; ist aber variabel; siehe Zeitlupe/Zeitraffer
Freie Werke Das UrhG sieht für verschiedene Werke (von vornherein) keinen urheberrechtlichen Schutz vor, da das öffentliche Interesse gegenüber jenem des Werkschöpfers überwiegt. Dazu gehören v. a. Gesetze, Verordnungen, amtliche Erlässe, Bekanntmachungen und Entscheidungen.
Freie Werknutzungen Gesetzliche Einschränkungen der sonst ausschließlichen Verwertungsrechte der Rechteinhaber im Interesse der Allgemeinheit. In Ausnahmefällen dürfen geschützte Werke und Leistungen auch ohne Zustimmung der Rechteinhaber genutzt werden. Beispiele: Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch, Filmvorführung zu Unterrichtszwecken, Privatkopie, Reprographie, Zitate.
Freigewordene Werke Der urheberrechtliche Schutz eines Werkes erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. des letztlebenden Miturhebers. Danach spricht man von freigewordenen Werken. Achtung: Auch Bearbeitungen von nicht mehr geschützten Werken sind zugunsten des Bearbeiters geschützt! Freigewordene Werke dürfen von jedem ohne Zustimmung des Urhebers bzw. des Rechtsnachfolgers und ohne Zahlung eines Nutzungsentgeltes genutzt (also z. B. auch bearbeitet) werden.
Galgen Auslegerstange zum Anbringen eines Mikrofons
Garderobe Zuständig für Verfügbarkeit, Ordnung der Kostüme; dem Kostümbildner unterstellt
Geistiges Eigentum Schutzrecht an Immaterialgütern. Durch Regeln gewährte Exklusivrechte an immateriellen Gütern (Musik, Film, Literatur, Bildende Kunst, aber auch Marken und Patente). Der Rechteinhaber hat dadurch die Möglichkeit, bestimmte Verwertungen in der Regel gegen Entgelt zu erlauben und ungenehmigte Verwendungen oder Nachahmungen zu untersagen.
Groß Close-up; Einstellungsausschnitt (also etwa Gesicht)
Halbnah Einstellungsausschnitt (also etwa Bauch); dazu ‚amerikanisch’ etwa Knie
High Speed siehe Zeitlupe
Idee Gibt einen kurzen schriftlichen Handlungsabriss eines möglichen Filmprojekts
ID3 Im sog. ID3-Tag einer MP3-Datei sind zusätzliche Informationen zu Interpret, Titel und Musikrichtung enthalten.
Idol Ein Vorbild, dem man nacheifert. In der Popkultur Synonym für „Star“.
IMAX Film und Projektion im Großformat (70mm); Längsbild im Gegensatz zu allen anderen Formaten, die ein Querbild in der Laufrichtung des Films haben
Innendreh Dreharbeiten mit Kunstlicht im Studio oder an einem Motiv
Kalkulation Errechnung der Gesamtkosten eines Projektes zur Finanzierung; nach Fertigstellung des Projekts Nachkalkulation zur Frage von Kontrolle und Wirtschaftlichkeit eines Projektes
Kamera Aufnahmegerät für Laufbildaufnahmen Film/Video: Filmkameras für Formate 35 mm oder 16 mm; das Rohmaterial (Negativ) wird dabei in Kassetten eingelegt; Videokameras jetzt bereits ausschließlich in Digitalformaten (Digi beta, HD und div. andere); Aufzeichnung auf Videokassetten; alle Kamerasysteme mit einer großen Auswahl an Optiken
Kameramann Verantwortlich für die optische, künstlerische Gestaltung des Films
Kameraassistent Mitarbeiter des Kameramanns
Kassette Lichtdichter Behälter, in dem Filmmaterial eingelegt wird; Unterschiede für 35 mm und 16 mm
Key Code Strichcode siehe Fußnummer
Komponist Einer der gesetzlichen Haupturheber des Filmwerks; komponiert nach Bildschnitt Musik zum Film in Absprache mit Regie und Produzenten
Kopieranstalt Labor, in dem der belichtete Film entwickelt und auf digitalen Datenträger überspielt wird (Tele Cine)
Koproduktion Zwei oder mehrere österreichische oder internationale Filmhersteller beteiligen sich an der Herstellung des Films unter Aufteilung der Kosten bzw. der Filmrechte
Kostümbild Zuständig für Entwurf und Besorgung der Darstellerkostüme nach Vorgabe von Drehbuch und Regie; unterstützt durch Garderobe
Künstlervertrag Vertrag zwischen Künstlern und dem Produzenten einer Musikaufnahme. Der Produzent erwirbt mit diesem Vertrag die Rechte des Künstlers und gilt dessen Leistungen finanziell ab.
Label Der Begriff hat mehrere Bedeutungen: Label ist die Marke einer Musikfirma. Größere Musikfirmen bringen zumeist unter diesem Oberbegriff Aufnahmen einer bestimmten Musikrichtung heraus (z. B. Dance-Label), ohne dass dahinter eine eigene Infrastruktur steht. Der Begriff Label wird aber zunehmend als Bezeichnung für die Musikfirma selbst verwendet – unabhängig von ihrer Größe (Major Labels und Independent Labels). Labels üben die Funktion des Tonträgerherstellers aus und haben eigene Leistungsschutzrechte, die eine erhebliche Einnahmequelle darstellen. Die Bezeichnung „Plattenfirma“ ist nicht mehr gebräuchlich.
Layout Teile des Films oder Filmidee in der Vorbereitungsphase auf Video für weitere Entscheidungen über Technik bzw. Ablauf
Leitmedium Als Leitmedium bezeichnet man in der Publizistik- und Medienwissenschaft ein spezifisches dominierendes Einzelmedium in einer bestimmten historischen Phase der Medienentwicklung, welchem eine Hauptfunktion in der Konstitution gesellschaftlicher Kommunikation und der Öffentlichkeit zukommt.
Leistungsschutzrecht Schutzgegenstand ist hier nicht das Werk, sondern die durch das Urheberrechtsgesetz geschützte Leistung. Leistungsschutzberechtigte sind insbesondere: ausübende Künstler (Interpreten), Tonträgerhersteller, Sendeunternehmen, Lichtbildhersteller, Herausgeber nachgelassener Werke und Datenbankhersteller.
Lichtton Zum Kopieren eines Filmes braucht man zwei Negative: das Bildnegativ und das Tonnegativ, die dann zusammen zu einer (positiven) Vorführkopie zusammenkopiert werden
Location Dreh in/an einem angemieteten Außen- oder Innenmotiv
LP Abkürzung für Langspielplatte -> Schallplatte
Maske Sorgt für filmgerechte Schminke (Make-up) der Darsteller nach Angaben von Drehbuch und Regie; unterstützt vom Friseur
Master Fertige Tonstudioaufnahme für den Vervielfältigungsprozess
Master-Tape Digitale Endfassung des Films zur Kopierung (FAZ) eines Negativs oder von Video-/DVD-Kopien
Merchandising Verkauf von filmspezifischen Requisiten des Films etc., z. B. Puppen von E.T.
Motiv Drehort außerhalb des Ateliers
MIDI Steht für engl. Musical Instrument Digital Interface. Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente und Datenübertragungs-Protokoll für die Übermittlung, Aufzeichnung und Wiedergabe von musikalischen Steuerinformationen zwischen digitalen Instrumenten oder einem PC. Das MIDI-Protokoll wird von vielen Soundkarten in modernen Rechnern unterstützt.
MiniDisc (MD) Magneto-optisches Speichermedium, hauptsächlich für Musik. Die Daten sind wie bei einer CD digital gespeichert und sollen mind. 30 Jahre lang verlustfrei und unverändert erhalten bleiben.
Mischung Schlussgestaltung des Filmtons
Multiplex Kino Kinos mit mehreren Vorführsälen (Screens)
Moviecam Eine der weltbesten 35-mm-Kameras; Erfinder Gabriel BAUER, österr. Herstellung
MP3 Eigentlich MPEG-1 Audio Layer 3. Dateiformat zur verlustbehafteten Audiokompression (=digitale Audio Datei), entwickelt am Fraunhofer-Institut in Erlangen unter Dr. Karlheinz Brandenburg.
Nah Close/Einstellungsausschnitt; etwas größerer Ausschnitt als groß (also etwa Brustbild)
Negativ Basismaterial für Filmaufnahmen 35 mm oder 16 mm mit Perforationslöchern für den Transport in der Filmkamera
Negativschnitt Schnitt des Originalnegativs entsprechend der Schnittkopie (alter Film, jetzt digitaler Datenträger) in der Kopieranstalt; wird anhand einer Schnittliste auf Grund von im Negativ und der Schnittkopie enthaltenen Fußnummern (neu: Key Code) auf Grund von Angaben des Schnitts in der Kopieranstalt durchgeführt
Nullkopie Erstkopie 35 mm (Bild + Ton) eines Films für die Vorführung
Oberbeleuchter Mitarbeiter des Kameramanns und Chef des Beleuchterteams; verantwortlich für technische Lichtsetzung, Auswahl und Verfügbarkeit des Lichtequipments
ÖFI Österreichisches Filminstitut als staatlicher Förderer von Filmvorhaben
OGG Ein patent- und copyrightfreies, offen gelegtes Multimedia-Format, das für effiziente Streaming-Anwendungen und Datenspeicherung als Open Source entworfen wurde.
Online-Musikdienste/Musikshops Lizenzierte Angebote der Musikwirtschaft, über die Musiktitel per Download oder Streaming gegen Bezahlung bezogen werden können.
Open Source Dt. Quelloffenheit bedeutet, dass es jedem möglich ist, Einblick in den Quelltext eines Programms zu nehmen.
P2P Abkürzung für peer-to-peer, die Kommunikation auf gleicher Ebene.
P2P-Netzwerk Dezentral funktionierende Internet-Plattform, auf der alle teilnehmenden Computer zugleich Client und Server sind. Gegensatz zu herkömmlichen Netzwerken mit Client-Server-Prinzip.
Paint Box Digitales Gerät ähnlich Photoshop, mit dem Bildkorrekturen, Retuschen, Änderungen etc. durchgeführt werden können
Piraterie International gebräuchliche Bezeichnung für das unrechtmäßige Kopieren von Content und Daten -> Raubkopie
Playback Spezialform der Zuspielung von vorher aufgenommener Musik zur Filmaufnahme; z. B. für Tanzszenen
Produktionsleiter Verantwortlich für Vorbereitung, Abwicklung und Fertigstellung des Projekts einschl. Kalkulation, Kontrolle, Teamverträge, Überwachung
Post-Produktion (engl. post-production) umfasst sämtliche Aktionen, die nötig sind, um einen bereits abgedrehten Film fertigzustellen; dazu gehören der Schnitt, Tonproduktion, Nachvertonung etc.
Produktionsassistent Mitarbeiter des Produktionsleiters, vor allem in der Organisation
Produzent Stofffindung für Projekt, Finanzierung und Verwertung (Verkauf), Team; trägt allein das Risiko am Film
Produktionsplan Auch Herstellungsplan; zeitlicher Ablaufplan der gesamten Filmherstellung von der Vorbereitung bis zur Erstaufführung
Programmkino Sonderkinos, in denen Programmschwerpunktsfilme gezeigt werden
Projektion Richtet sich nach dem Filmformat: entweder Filmprojektion (35 mm/16 mm) oder digitale Projektion über Beamer von digitalem Datenträger
Raubkopie Ugs. Bezeichnung für rechtswidrig hergestellte oder verbreitete Kopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten (z. B. Musik, Filme, Games, Computerprogramme).
Regisseur Director, einer der gesetzlichen Haupturheber des Films
Rechte Generell sind für alle fremden Werke, die für die Filmherstellung benötigt werden und die urheberrechtlich geschützt sind, Abgeltungen für Werknutzungsrechte zu bezahlen; dies gilt im Besonderen für die Verwendung von bestehender Musik, für fremde Bildrechte, Fotos etc.
Regieassistent Erster unterstützender Mitarbeiter des Regisseurs in Kontrolle, Betreuung
Repertoire Der Begriff hat mehrere Bedeutungen: Bezeichnung für einen bestimmten Musikstil (z. B. Dance-Repertoire, Schlager-Repertoire). Die Gesamtheit der Werke, die ein Musiker oder darstellender Künstler aktuell beherrscht. Im abstrahierten Sinne alle Methoden, Kenntnisse oder Fähigkeiten, die einer Person oder Institution in einem bestimmten Kontext zur Verfügung stehen.
Reportage Gestalteter Film zu einem aktuellen Ereignis
Return on Investment Ertrag des eingesetzten Kapitals. Betriebliche Kennziffer zur Beurteilung der Rentabilität eines Unternehmens. Der ROI steht für den Gewinn im Verhältnis zum investierten Kapital.
Ripper Programm zum Kopieren von digitalen Daten einer Audio-CD auf die Festplatte. Die Dateien werden meist im WAV-Format gespeichert und danach in das MP3-Format komprimiert.
RTR Förderanstalt für Fernsehproduktion
SACD Super Audio CD; Weiterentwicklung der Audio-CD
Schallplatte/LP (Longplay) oder Single Analoger Tonträger aus Vinyl, der mit einer Geschwindigkeit von 33 1/3 oder 45 Umdrehungen pro Minute auf einem Plattenspieler abgespielt wird. Die Tonabnahme erfolgt mit einem speziellen Tonabnehmer („Nadel“).
Scheinwerfer Kunstlichtlampen der verschiedensten Stärken (Angaben in kW) für die notwendige Beleuchtung bei den Aufnahmen
Schellack Harzige Substanz, die aus Gummilack gewonnen wird. Material, das vor der analogen Schallplatte aus Vinyl („Vinyl“) zur Produktion von Tonträgern verwendet wurde.
Schienenwagen Wagen auf Schienen, um Kamerafahrten durchführen zu können.
Schnitt Anlagen für Bild- und Tonschnitt
Schnittkopie Fertiger Schnitt: Bild, Ton in Film; neu: auf Datenträger
Schutzfristen Zeitliche Beschränkung des urheberrechtlichen Schutzes. Die Schutzfristen sind unterschiedlich, je nachdem, um welchen Schutzgegenstand es sich handelt (von 15 Jahren bei Datenbanken bis zu 70 Jahren bei geschützten Werken).
Schwenker Führt nach Angaben eines DOP eine/die Kamera selbstständig
Screen Leinwand; übliche Anzahl von Vorführsälen in Multiplexkinos
Script Sorgt beim Dreh für chronologische Aufzeichnung über Bild- und Tonaufnahmen zur Orientierung für die weiteren Bearbeitungen
Sendeband Digitales Vorführband für TV-Einsatz
Serienkopie(n) siehe Einsatzkopien
Single Tonträger, auf dem, im Gegensatz zu einem Album, nur ein oder wenige Stücke eines Komponisten, eines Interpreten oder einer Musikgruppe enthalten sind.
Sound Design Verantwortlich für Tonschnitt, evtl. Geräusche
Spielfilm Film mit dramatischer Handlung
Special Effects Alle möglichen Digitaleffekte in der Nachbearbeitung; mögliche Spezialaufnahmen mit Objekten (fliegendes Auto), Stuntaufnahmen
Spyware Software, die persönliche Daten des Benutzers ohne sein Wissen oder seine Zustimmung an den Hersteller der Software oder an Dritte sendet. Wird meist verwendet, um das Surf-Verhalten im Internet zu analysieren und um diese Daten kommerziell für das Einblenden von Werbebannern zu nutzen.
Standfotograf fotografiert beim Dreh für Dokumentation, Werbung
Stativ Dreibein; zum Aufstellen und zur Fixierung der Kameras bzw. der Scheinwerfer
Steueraufkommen Die Summe der, in einem bestimmten Zeitraum, in einer bestimmten Region (Gemeinde, Land, Bund), in den öffentlichen Kassen eingegangenen (aufgekommenen) Steuern.
Storyboard Ablauf einer Szene(nfolge); gezeichnet als Hilfe für das Team
Streaming Abspielen von Musik- und Multimedia-Daten in einem kontinuierlichen Datenstrom. Die Musik wird sofort in Echtzeit gehört – d. h. sie wird nicht (im Gegensatz zum Downloaden) zuerst als Datei heruntergeladen und gespeichert, um sie erst danach abspielen zu können.
Studiodreh Dreh in einem Atelier in gebauten Dekorationen
Stunt Spezialisten, die besonders gefährliche Aufnahmen als Darsteller ausführen
Synchronisation Siehe auch Ton; generell die nachträgliche Aufnahme des Dialogs im Tonstudio mit den Originaldarstellern oder Neusprechern
Synchrontext Sprechertext für Vertonung (Synchronisation) aus/in Fremdsprachen
Szene Einstellungsfolge an einem Drehort oder Zeitraum; geteilt in Einstellungen (Takes)
Tantiemen Entgelte, die die Urheber und Leistungsschutzberechtigten für die Nutzungen ihrer Werke bzw. Leistungen erhalten.
Take siehe Einstellung
Technisches Drehbuch Gibt Anweisungen und Informationen über benötigten Stab, Technik und Ausstattung etc. zu den jeweiligen Drehbuchszenen
Tele Cine Eine Art Scanner; Überspielmaschine von Film auf Video
Text Sprechertext für Kommentar
Ton Unterschieden werden: Livetonaufnahme, Nachsynchronisation, Sprachaufnahme, Musikaufnahme, Geräuschaufnahme, Mischung
Tonmeister verantwortlich für die Tonaufnahmen beim Dreh
Tonassistent Mitarbeiter des Tonmeisters; verantwortlich für Positionierung der Mikrofone
Tonträger Allgemeine Bezeichnung für ein technisches Medium zur Speicherung von Musik oder Sprache. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher, analoger und digitaler Tonträger, wozu insb. Vinyl-Schallplatten (Singles und Longplay), Musikkassetten, Compact Discs (CDs), DVD-Audio, SACD (Super Audio CD) und MiniDiscs zählen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Speicherkapazität, Tonqualität und Abmessungen. Der wichtigste Tonträger der Gegenwart ist die Audio-CD. Mit dem weiteren Vordringen der DVDs ist zu rechnen.
Totale Einstellungsausschnitt: Gesamtbild
Treatment Eine schriftliche Zwischenphase zwischen Exposé und Drehbuch (ca. 20-60 Seiten)
Trick Jede Art von Kameratricks wie Doppelbelichtung, Stoptrick etc.; weiters Zeichentrick, Puppentrick, 3D-Animation, Blue Box, Schriften
Trojaner/Trojanisches Pferd Computerprogramm, das sich als nützliches Programm tarnt, aber tatsächlich schädliche Software einschleust und im Verborgenen unerwünschte Aktionen ausführt.
TV Fernsehanstalt, die den Film entweder beauftragt, koproduziert oder die den Film abspielt (verwertet)
Urheberpersönlichkeitsrechte Die aus dem Urheberrecht abgeleiteten persönlichkeitsrechtlichen Befugnisse zum Schutz der ideellen Interessen der Rechteinhaber. Im Wesentlichen zählen zu den Urheberpersönlichkeitsrechten: Veröffentlichungsrecht, Schutz der Urheberschaft, Recht auf Urheberbezeichnung und auf Werkschutz.
Urheberrechtsgesetz Gesetzliche Grundlage für den Schutz des Geistigen Eigentums an Werken und bestimmten Leistungen.
Verleih Zwischenglied zwischen Produzent und Kino, verantwortlich für Marketing (Werbung), oft auch für die Kopienherstellung
Vertrieb Führt die internationale Kinoauswertung eines Filmes über Lizenzverträge durch; meist unter Weitergabe an nationale Verleiher; führt Synchronisation, Kopierung und Marketing (Werbung) durch
Verwertungsgesellschaften Freiwillige Zusammenschlüsse von Urhebern oder Leistungsschutzberechtigten zur kollektiven Wahrnehmung ihrer Rechte. Als Treuhänder ihrer Mitglieder lizenzieren Verwertungsgesellschaften verschiedene Nutzungen, heben dafür -> Tantiemen ein und rechnen diese wieder an die Rechteinhaber ab.
Verwertungsrechte Die aus dem Urheberrecht abgeleiteten vermögensrechtlichen Befugnisse des Urhebers und der Leistungsschutzberechtigten. Sie sichern den Rechteinhabern die Möglichkeit, ihre Werke und Leistungen wirtschaftlich verwerten zu können. Das Urheberrechtsgesetz zählt folgende wesentlichen Verwertungsrechte auf: Vervielfältigungsrecht, Verbreitungsrecht, Bearbeitungs- und Übersetzungsrecht, Senderecht, Vortrags-, Aufführungs- und Vorführungsrecht und Zurverfügungstellungsrecht (Online-Recht).
Video-Assistent siehe Video-Ausspiegelung; aber auch Person, welche die Video-Ausspiegelung betreut
Video-Ausspiegelung Sowohl bei Film- als auch Videoaufnahmen wird das Bild während der Aufnahme auf einen Bildschirm zur Kontrolle ausgespielt (‚ausgespiegelt’)
Video on Demand Fernsehprogramme, die gegen Entgelt für den Zuseher individuell zugespielt werden
Viennale Jährliches Filmfestival in Wien mit Schwerpunktprogramm und österreichischer Beteiligung
Vinyl Kurzform für Polyvinylchlorid, Synonym für die analoge Schallplatte
Vorführung Aufführung eines Films im Kino oder TV
WAV Verbreitetes Audioformat, bei dessen Speicherung keine Komprimierung verwendet wird. Solche Files sind daher meist sehr groß, aber nicht verlustbehaftet.
Werbefilm Ein für ein werbendes Unternehmen gestalteter Kurzfilm (etwa TV-Spot)
Werk Bezeichnung für urheberrechtlich geschützte geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der Bildenden Kunst und der Filmkunst. Zentraler Begriff des Urheberrechts.
Werknutzungsbewilligung Der Rechteinhaber gestattet einem anderen die Nutzung seiner Werke bzw. Leistungen mit nicht ausschließlicher Wirkung.
Werknutzungsrecht Von der Einräumung eines Werknutzungsrechts spricht man, wenn der Rechteinhaber einem anderen mit ausschließlicher Wirkung gestattet, seine Werke bzw. Leistungen auf einzelne oder alle ihm vorbehaltenen Verwertungsarten zu benutzen.
Wertschöpfung Ist das originäre Ziel produktiver Tätigkeit. Diese transformiert vorhandene Güter in Güter mit höherem Nutzen, und damit – in einer Geldwirtschaft – in Güter höheren Geldwertes. Der geschaffene Mehrwert wird zu Einkommen. Wertschöpfung als Kennzahl misst den Ertrag wirtschaftlicher Tätigkeit als Differenz zwischen der Leistung einer Wirtschaftseinheit und der zur Leistungserstellung verbrauchten Vorleistung.
Wetterrisiko Bei Außenaufnahmen Risiko durch Schlechtwetter; Absicherung bei größeren Projekten entweder durch entsprechende Versicherung, praktisch durch alternative Dispo für den betreffenden Drehtag
Wirtschaftsfilm Jede Art von längerem Film (über 3 Minuten) im Sinn eines Auftraggebers (das sind Image-, Public Relations-, Lehr-, Unterrichtsfilme)
WMA Abkürzung für Windows Media Audio. Ein proprietärer, verlustbehafteter Audio-Codec von Microsoft. D. h. beim Kodierungsprozess gehen Daten verloren.
Zeitlupe Aufnahmen mit einer höheren Geschwindigkeit als 25 Fps. Dadurch werden (viel) mehr Bilder pro Sekunde aufgenommen. Werden jedoch mit 25 Fps projiziert, sodass sich ein Verlangsamungseffekt ergibt
Zeitraffer Aufnahmen mit einer geringeren Kamerageschwindigkeit als 25 Fps; bei Projektion mit 25 Fps ergibt sich dann eine Bildverschnellung
Zoom Kamerazu- oder -wegfahrt bei unbewegter Kamera durch Zoomobjektiv, das in sich die Brennweite verändern kann
Zurverfügungstellungsrecht Auch Online-Recht genannt. Eigenes Verwertungsrecht für das interaktive Anbieten von Werken und geschützten Leistungen im Internet oder in anderen interaktiven Diensten.
Sie können sich das entsprechende Kapitel der Unterrichtsmappe auch zur Gänze als *.pdf-Datei herunterladen.
Kapitel 8 - Wichtige Fachbegriffe (113 KB)
|